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Security & Compliance

Warum sind Hotels ein so leichtes Ziel für Hacker

Alon Shkuri · 18 Aug 2025 · 5 MIN LESEZEIT

Warum sind Hotels ein so leichtes Ziel für Hacker

Hotels werden zunehmend von Cyberkriminellen ins Visier genommen, vor allem aufgrund schwacher Cybersicherheitspraktiken, selbst in vielen gehobenen Häusern.

Tatsächlich sind laut einem Bericht aus dem Jahr 2022 nahezu 30% aller Datenpannen in der Hotellerie auf Schwachstellen in WLAN-Netzwerken zurückzuführen.

Hacker nutzen häufig ungesichertes WLAN, veraltete Systeme und menschliches Versagen aus, um sich Zugang zu sensiblen Gästedaten zu verschaffen, etwa zu Kreditkarteninformationen und persönlichen Angaben. Diese Angriffe führen nicht nur zu Identitätsdiebstahl und finanziellen Verlusten, sondern können auch erhebliche Reputationsschäden verursachen, deren Wiederaufbau Jahre dauert.

Die Hotellerie verarbeitet ein großes Volumen wertvoller Daten, was Hotels zu besonders attraktiven Zielen macht.

Dennoch stellen viele Hotels Bequemlichkeit über Sicherheit und machen damit sowohl ihre Gäste als auch ihren Betrieb angreifbar. Um dem entgegenzuwirken, muss die Branche proaktive Schritte unternehmen, um ihre Cybersicherheitsmaßnahmen zu stärken, ihre Gäste zu schützen und ein sicheres Umfeld für alle zu gewährleisten.

Warum sind Hotels ein so leichtes Ziel?

Hotels sind aufgrund mehrerer inhärenter Schwachstellen leichte Ziele für Hacker. Erstens sind ihre WLAN-Netzwerke oft offen oder schwach verschlüsselt, wobei die Bequemlichkeit der Gäste über die Sicherheit gestellt wird, was Cyberkriminellen einen einfachen Einstiegspunkt bietet.

Viele Hotels nutzen zudem veraltete Systeme und Software, denen aktuelle Sicherheitspatches fehlen, was sie anfällig für bekannte Angriffe macht.

Eine weitere große Schwachstelle ist der menschliche Faktor. Mitarbeitende im Gastgewerbe sind darauf geschult, die Zufriedenheit der Gäste in den Vordergrund zu stellen, und verfügen oft nicht über eine angemessene Cybersicherheitsschulung. Das macht sie anfällig für Social Engineering, bei dem Hacker sie dazu bringen, Zugang preiszugeben.

Die hohe Personalfluktuation in der Branche erschwert es zusätzlich, ein konsistentes Niveau an Sicherheitsbewusstsein aufrechtzuerhalten.

Hotels verwalten außerdem große Mengen wertvoller Daten, darunter Kreditkartendaten, persönliche Ausweisdaten und Reisepläne. Diese Kombination aus ungesicherter Infrastruktur, begrenzter Mitarbeiterschulung und hochwertigen Daten macht Hotels zu einem attraktiven und relativ leichten Ziel für Cyberangriffe.

Darauf sollten sich Hotels konzentrieren, um sicherer zu sein

Um ihre Cybersicherheit zu verbessern, müssen Hotels Fehlkonfigurationen angehen, die oft übersehen werden, aber dennoch ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Fehlkonfigurationen entstehen, wenn Einstellungen von Systemen, Geräten oder Software nicht auf Sicherheit optimiert sind, mitunter aufgrund fehlerhafter Ersteinrichtungen, Änderungen im Laufe der Zeit oder schlicht durch Vernachlässigung.

Diese Probleme können Angreifern Tür und Tor öffnen, und Hotels müssen proaktive Maßnahmen ergreifen, um diese Lücken zu schließen.

Laut Tal Kollender, CEO von Gytpol.com, geschehen 80% der Ransomware-Angriffe aufgrund falscher Konfigurationen, was verdeutlicht, wie entscheidend es ist, diese Einstellungen richtig zu setzen.

So werden beispielsweise Standardkonfigurationen häufig unverändert gelassen, wodurch Systeme anfällig für Angriffe werden, die Cyberkriminellen bestens bekannt sind.

Hotels sollten aktiv nach solchen Fehlkonfigurationen suchen und die Einstellungen anpassen, um bewährten Sicherheitspraktiken zu entsprechen. Die Zusammenarbeit mit Spezialisten oder der Einsatz von Werkzeugen wie Gytpol kann helfen, diese Schwachstellen über Geräte und Netzwerke hinweg zu erkennen und zu beheben, und so das Risiko von Datenpannen zu verringern, die verbreitete Konfigurationsfehler ausnutzen.

Über rein technische Lösungen hinaus ist es für Hoteliers entscheidend, eine Haltung ständiger Bereitschaft zu fördern. In der Hotellerie lag der Fokus traditionell auf dem Komfort und der Bequemlichkeit der Gäste.

Dies geschah jedoch oft auf Kosten der Sicherheit. Die Kultur hin zu einer zu verändern, die sowohl Bequemlichkeit als auch Wachsamkeit schätzt, ist entscheidend.

Hotelbetreiber und Mitarbeitende sollten nicht nur darin geschult werden, potenzielle Cyberbedrohungen zu erkennen, sondern auch eine Handlungsbereitschaft aufrechtzuerhalten, um sicherzustellen, dass ihre Systeme, Geräte und internen Abläufe stets mit den aktuellen Cybersicherheitsstandards übereinstimmen.

Fehlkonfigurationen anzugehen und eine proaktive Haltung anzunehmen, versetzt Hotels in die Lage, sensible Daten zu schützen, Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe aufzubauen und das Vertrauen ihrer Gäste zu wahren.

Sicherheit ist keine einmalige Lösung, sondern eine kontinuierliche Verpflichtung, Systeme aktuell, korrekt konfiguriert und bereit zu halten, um potenziellen Bedrohungen zu begegnen.

Die Zukunft der Cybersicherheit in Hotels

Die Zukunft der Cybersicherheit in Hotels ist eng mit dem Fortschritt der künstlichen Intelligenz (KI) verbunden. Während sich Cyberbedrohungen weiterentwickeln, müssen dies auch die Werkzeuge und Strategien tun, die Hotels zu ihrem Schutz einsetzen.

KI bietet Hotels die Möglichkeit, potenziellen Angreifern einen Schritt voraus zu sein, indem sie ihre Fähigkeiten nutzen, um Bedrohungen in Echtzeit vorherzusagen, zu erkennen und darauf zu reagieren.

KI-gestützte Cybersicherheitslösungen können Hotelnetzwerke kontinuierlich überwachen und riesige Datenmengen analysieren, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen, die andernfalls unbemerkt bleiben würden. Anders als traditionelle Sicherheitsmaßnahmen, die sich oft auf reaktive Ansätze stützen, kann KI proaktiv aus Mustern lernen und ihre Abwehr entsprechend anpassen.

So können beispielsweise Algorithmen zur Anomalieerkennung Sicherheitsteams auf ungewöhnliche Verhaltensweisen aufmerksam machen, etwa ein unbekanntes Gerät, das auf das Netzwerk zugreift, oder die Anmeldedaten eines Mitarbeitenden, die zu einer ungewöhnlichen Zeit genutzt werden, was helfen kann, Datenpannen zu verhindern, bevor sie eintreten.

Darüber hinaus kann KI eine entscheidende Rolle bei der Automatisierung der Reaktion auf Bedrohungen spielen. Wird ein Angriff erkannt, können KI-Systeme kompromittierte Geräte isolieren, unbefugten Zugriff blockieren und verhindern, dass böswillige Akteure weiter in das Netzwerk eindringen.

Durch die Automatisierung dieser Reaktionen können Hotels die Zeit zwischen dem Erkennen und dem Beheben von Bedrohungen verkürzen und so potenzielle Schäden minimieren.

KI kann außerdem die Mitarbeiterschulung verbessern, indem sie Phishing-Versuche und andere Social-Engineering-Taktiken simuliert und dem Personal hilft zu verstehen, wie es diese Bedrohungen erkennt und darauf reagiert.

Das Ziel besteht nicht nur darin, fortschrittliche Technologie zum Schutz des Netzwerks einzusetzen, sondern auch eine sicherheitsbewusste Kultur innerhalb des Hotels aufzubauen, in der Menschen und Maschinen Hand in Hand arbeiten, um sensible Gästeinformationen zu schützen.

Auch wenn KI kein Allheilmittel ist, stellt ihre Integration in Cybersicherheitsstrategien einen bedeutenden Fortschritt dar. Hotels, die KI-gestützte Lösungen nutzen, werden besser aufgestellt sein, um sich gegen zunehmend raffinierte Angriffe zu schützen. Während sich die Technologie weiterentwickelt, hat die Hotellerie eine einzigartige Gelegenheit, ihren Ansatz zur Cybersicherheit zu transformieren und ihn intelligenter, schneller und widerstandsfähiger zu gestalten.

Auf diese Weise können Hotels ein sicheres und geschütztes Umfeld für ihre Gäste gewährleisten und sich so auf das konzentrieren, was wirklich zählt: außergewöhnliche Erlebnisse zu bieten.

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