Warum Ihre MICE-Strategie nicht funktioniert (Deutsch)
MICE-Experte Bernd Fritzges verrät die größten Fehler in der Hotel-MICE-Strategie bei der Bearbeitung von Anfragen und warum 36 % nie beantwortet werden. Erfahren Sie, wie Schnelligkeit, SOPs und intelligentere Technik verpasste Chancen in ernsthaften Umsatz verwandeln können.
Bernd FritzgesManaging PartnerWir werden im Veranstaltungssegment die Entwicklung haben zum Thema Hospitality Qualität, weil der Mensch ist die teuerste und wertvollste Ressource.
Transkript
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03:44Was kann man darunter verstehen so genau?
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the Future of HospitalityMhm. Ja, ich glaub, Corona war für in in vielen Bereichen so so son son Denkstoß und son Umdenken und nun hat auch viele weitere Ideen gegeben. Aber dann hast Du das ja wirklich im Blut von klein auf aus seiner Familie heraus spannend. Ja, was versteht man denn unter dem Begriff Mais eigentlich? Was kann man darunter verstehen so genau?
Bernd FritzgesJa, Mais steht erst mal für Meeting Incentive Convention Events oder Exhibitions. Also das heißt wirklich, wenn wir uns mal das ganze touristische Segment anschauen, dann denkt man natürlich bei Tourismus erst mal an Urlaub, ja. Aber ein großer Anteil ist natürlich auch der Bereich des Business Travis, also des Geschäftsreisetourismus. Und wenn man sich den anschaut, dann ist es ganz spannend, dann ist der Anteil des Geschäftsreisetourismus der größere Anteil, also 65 bis 70 Prozent der der promutablen Geschäftsreisen. Was heißt das jetzt? Das bedeutet, dass alle Geschäftsreisen, die in Verbindung stehen mit Mais, also Meeting Incentive Convention Events, das sind die promutablen Geschäftsreisen und wenn wir uns dann nur den deutschen Markt anschauen, das hängt immer davon ab, gerade in der Pandemiezeit fing man ja an stärker auch das Volumen und die Kraft dieses Marktes zu evaluieren.
Bernd FritzgesDa gehen Studien hoch bis 140000000000 Euro Umsatzvolumen nur im deutsch deutschen Markt, weltweit geschätzt auf 1.4 Billionen Euro. Also schon 'n Markt, der ordentlich Wumms hat und zunehmend natürlich auch und das ist ja dann den Bereich auf für die Seite der Tagungshotellerie, den wir heute verantworten mit, zunehmend natürlich auch in der Produktivitätssteigerung und Optimierung in die also in stärkere Interesse gerückt wird aufseiten der Tageshotels.
the Future of HospitalityOkay, und jetzt hast Du's grade schon angesprochen, jetzt mit Mydesk. Wie hilft das Hotels? Also was macht ihr genau?
Bernd FritzgesIch würde gerne einmal 'n Schritt zurückgehen, wie eigentlich meist entstanden ist, das besser auch zu verstehen. Mhm. Weil ich hab ja gesagt aus meiner aus meiner Vita heraus immer auf der Corporate Seite gewesen und bei uns war es so, wir haben uns in in den in der Pandemiephase auch gut transformiert. Mhm. Man muss dazu wissen, ich bin bis heute noch Vorstandsvorsitzender vom VDVO, dem größtenverband für Veranstaltungsorganisatoren, war da natürlich sehr dicht dicht dran. Und wir haben 20 21, also im zweiten Pandemiejahr, dort, wo wir sogar eine Bundesnotbremse hatten für Veranstaltungen, hat die damalige Business Unit von mir über 1800 Veranstaltungen platziert, die auch stattgefunden haben, ja. Alle waren auf Kurzarbeit.
Bernd FritzgesViele sind aus der Branche, aus der Hotellerie, aus der Veranstaltung abgewandert. Und bei uns war es so, wir waren da, wir sind weiter gewachsen, ja, weil wir uns da einfach gut transformiert haben, auch auf Basis unserer unseres Know house in der Softwareentwicklung. Wir haben dann festgestellt, dass wenn wir Anfragen in Richtung Tagensutellerie geschickt haben, wir gar keine Antworten mehr erhalten haben. Und das war natürlich klar aufgrund der Situation Kurzarbeit und Abwanderung der Fachkräfte. Nur mir ist dann auch klar geworden, auch wenn wir die Pandemie durchstanden haben werden, werden wir dieses Gap nicht geschlossen bekommen. Und daraus hin haben wir die Idee entwickelt, da hab ich mir ein, 2 Kollegen genommen und hab gesagt, vielleicht sollten wir mal etwas entwickeln, wo man nicht nur mit, sondern für die Hotellerie Geld verdient und haben dann die Idee Mydesk entwickelt und haben diese auch gespiegelt mit Führungskräften der Ketten- und Privathotellerie in 1 Valu Proposition Canvas, also in einem Workshop, dann die Dienstleistung entwickelt, es auf den Punkt zu bringen, was machen wir heute in einem hybriden Konzept aus der Bereitstellung von Fachkräften, speziell im Convention und Group Sales und KI basierten Assistenzsystemen stellen wir unseren Hotelpartnern die Lösung zur Verfügung, extrem schnell, qualitativ sehr hochwertig zu reagieren, Anfragen zu bearbeiten, Angebote zu erstellen und gehen in diesem Schritt bis auch in den Planning Bereich, also bis zur Übergabe an die Operations im Hotel. Das ist das, was wir heute tun, um's mal ganz kurz runterzubrechen, ja.
the Future of HospitalityOkay, ja, da hat der, also das war sicherlich eine 1 Riesentransformation, wo, ja, also während Corona, ich ich ich weiß auch noch selber, war da auch im Hotel Hotelbereich wirklich schade, dass viele, ne, so viele die Branche verlassen haben. Für andere war's dann eine Möglichkeit für Veränderung, wie jetzt auch bei dir. Und das ist ja auch wichtig, dass man die die Gelegenheiten dann auch nutzt und was draus macht und das hast Du definitiv. Vielleicht, 'n bisschen mehr auch Beispiele zu nennen, kannst Du vielleicht 'n Moment teilen, in dem Mydesk dann 'n wirklich kritisches Problem fürn Hotel gelöst hab oder wie lief das ab, son bisschen mehr in die diese Operations reinzufließen?
Bernd FritzgesAlso was erst mal spannend war, wir haben die Idee entwickelt. Ich hab dann, sag ich mal, paar Hände voll Hotelies angeschrieben, hab gesagt, guckt mal hier so, da stellen wir euch zur Verfügung. Ist das was? Und dann waren wir in unserem Proof of Concept, also in den ersten anderthalb Jahren haben wir gar keinen Sales gemacht, weil wir haben so viel Nachfrage entwickelt, weil natürlich dann war die Pandemie zu Ende, dann waren auf einmal keine Mitarbeiter mehr da. Da war das Problem da. Mhm. Das heißt, wir sind sehr schnell organisch gewachsen und ich selber hab gesagt, weil ich ja auch 'n Werteversprechen abgebe als Unternehmer, wir wir wachsen organisch, aber jetzt nicht zu schnell, weil wir wollen auch das, was wir tun, richtig gut machen.
Bernd FritzgesUnd was also wenn Du sagst jetzt mal konkretes Beispiel, ich weiß noch, als ich war beim ersten Onboarding unseres ersten Hotels dabei. Es ist 'n Kettenbrand in Hamburg, den wir immer noch betreuen. Und da war das wirklich so, 1000 und also nicht übertrieben, weil ich jetzt 1000 sage, es waren mehr als 1000 ungelesene E-Mails im Postfach mit Anfragen, Rückfragen zu wirklich Veranstaltungsanfragen, die unbearbeitet waren. Mhm. Das fängt an, also dass wir das schnellstmögliche abgearbeitet haben und vor allen Dingen dann wieder in die Situation kam, dass wir für das Haus wirklich diese im Maismarkt ist immer so die Erwartungshaltung, ist 1 unserer Garantieversprechen innerhalb von 24 Stunden ein qualifiziertes Angebot abzugeben. Das heißt, wir sind schnell in der Reaktion, schnell im Kontakt mit dem Kunden, erstellen schnell das qualifizierte Angebot. Das hat zur Folge, dass wir die 24 Stunden Frist garantieren.
Bernd FritzgesIntern haben wir ganz andere Zielvorgaben. Und dass wir mittlerweile auch nachweisen können, dass wir durch unseren Approach Konvertierungsraten bis zu verdoppeln und vor allen Dingen auch die Kundenzufriedenheit steigern, weil wir schnell reagieren und schnell die Angebote erstellen. Das ist erst mal der der vordergründige Mehrwert, den sich daraus ergibt. Und mittlerweile sind wir an dem Punkt, dass wir, wir sind ja deshalb so schnell und so gut auch aufgrund unserer assistiven Systeme, dass wir denen auch dieses System auch unseren Hotelpartnern zur Verfügung stellen, damit wir wie sone Taskforce reinkommen ins Hotel, für Geschwindigkeit und für hohe Konvertierung sorgen mit der fachlichen Expertise von Convention Sales Managern, aber parallel auch die Systemlösung den anderen Kollegen im Team mit anbieten können, damit die in die gleiche Lage versetzt werden, schnell schnell und gut zu werden und ihre Konvertierung zu erhöhen.
the Future of HospitalityOkay. Jetzt hast Du grade auch erwähnt, ne, dass das alles schnell gehen muss und und und Schnelligkeit irgendwo auch eine wichtige Rolle spielt. Würdest Du denn sagen, dass sollte denn die Geschwindigkeit die oberste Priorität für Hotels bei der Bearbeitung von Maisanfragen sein oder ist die Qualität dahinter noch wichtiger oder 'n Mix aus beidem? Oder vielleicht kannst Du 'n Beispiel dazu nennen?
Bernd FritzgesSuper Frage, ja. Also man könnte denken, wir hätten uns vorher abgesprochen dazu, aber ist ja nicht Ich durfte zur ITB vor 3 Wochen dazu auch 'n Vortrag halten auf dem, weil wir überlassen immer alle halbe Jahre den miteinander gemanagt, wo wir uns Qualität und Angebotsseiten anschauen. Und das ist völlig richtig. Also Geschwindigkeit ist extrem wichtig, aber dir nützt die Geschwindigkeit nichts, wenn Du als Kunde nachher auf deiner Anfrage ein Angebot erhältst, was überhaupt nicht mit deinem übereinstimmt, ja? Das heißt also, die Qualität in der Bedarfsanalyse und die Qualität des Angebotes ist auch sehr wichtig, kombiniert mit Schnelligkeit und das gibt den conversion Boost. Und ich kann dir sagen, also völlig unabhängig keine Marketing- oder Saleszahlen, aber nur 8 Prozent der Hotellerie in Deutschland schafft es, ein qualifiziertes Angebot innerhalb von 24 Stunden dem Kunden zur Verfügung zu stellen.
Bernd FritzgesNoch eine andere Zahl. Nur also nicht nur, sondern 36 Prozent der Anfragen, die im Hotel eingehen, werden gar nicht bearbeitet. Also da gibt's nicht mal eine Rückmeldung, wir haben keine Kapazitäten oder so, die Mhm. Passanten, ja. Also wir haben schon dramatische Herausforderungen, die mit 2 Dingen einhergehen. Das eine ist Mangel an Fachkräften. Du musst dir vorstellen, im Maisegment brauchst Du schon son gewisses Know how. Fragt 'n Pharmaunternehmen ab, musst Du Kompetenz besitzen zum Thema Pharmakodex, ja? Neue kokreative Veranstaltungsformate, da muss man Setup Vorstellungen haben. Ich hab vorhin von 'ner Value Proposition Chemlers gesprochen. Mensch, Manager sollte eigentlich auch wissen, was das ist, ja. Und die fachliche Komponente ist das eine aufgrund des der mangelnden Fachkräfte und das andere ist natürlich der Druck, der Kostendruck in der Hotellerie produktiver zu werden und das mit zusätzlich mit Technologie aufzufangen.
Bernd FritzgesUnd wir sind deshalb so erfolgreich, weil wir beides bieten in einem übrigen Konzept. Mhm.
14:54Was welche Schlüsselfaktoren lassen denn son Maisangebot denn dann wirklich herausstechen?
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the Future of HospitalityAlso definitiv 'n, ja, Mix aus beidem ist auch eine interessante Einsicht. War mir davor auch nicht so bewusst. Danke dafür. Was welche Schlüsselfaktoren lassen denn son Maisangebot denn dann wirklich herausstechen?
Bernd FritzgesAlso die Schlüsselfaktoren sind wirklich, ist ja ganz einfach. Man muss sich ja immer nur in die Lage des Kunden versetzen und in dem Moment mein in dem Moment meine ich den Endkunden, also der, der die Anfrage im Tagungshotel stellt. Was möchte der? Der möchte eigentlich von Anfang an erst mal das Gefühl haben, dass dort, wo er die Anfrage platziert hat, in guten Renten ist. Das heißt, also das ich möchte von Anfang an das Gefühl haben, ich versteh meinen. Deswegen immer wieder das Thema Bedarfsanalyse, ja. Also wie hole ich den Kunden ab und schnell ab, sodass er auch das Gefühl hat, dort ist meine Veranstaltung richtig platziert.
Bernd FritzgesUnd das 2. Ist dann natürlich, dass dann auch in 1 gewissen Geschwindigkeit, weil für den Kunden heißt das, wenn sich jemand bemüht und schnell hinterher ist, er hat ein großes Interesse daran, mich glücklich zu machen. Das schafft Vertrauen. Mhm. Also es bleibt dabei, das, was wir vorher schon gesagt haben, die beiden Schlüsselfaktoren aus Kundensicht, ja? Kundenzentriert denkt, ist das Thema Qualität, Knowledge, ja, ist meine Nachfrage dort gut aufgehoben und Geschwindigkeit und Interesse selber. So. Und auf der Hotelseite selber muss man natürlich sehen, wie kriegt man das auch gemanagt, sodass bei dem Kosten Nutzen Faktor auch noch funktioniert. Und wie krieg ich die ganzen Prozessschritte und diese diese ganze Supply Chain auf dem Weg zur Veranstaltung gestreamt, da wirklich produktiv zu sein. Das ist ja die große Herausforderung der Hotellerie, ja. Das sind nicht die Schlüsselfaktoren.
Bernd FritzgesUnd wenn Du, ich weiß nicht, ob Du da erfahren hast, selber schon mal in der Hotellerie gearbeitet hast. Das war ja mein Learning. Ich bin 1 der wenigen, der nie richtig im Hotel gearbeitet hat. Aber wenn man sieht, Systembrüche mit durch wie viel Systeme sich da die Kolleginnen und Kollegen klicken müssen, das ist wirklich, also ich sag manchmal sogar eine Zumutung, je nach technischen Setup und das Problem lösen wir.
the Future of HospitalityJa, ja genau. Nee, ich komm ja definitiv aus der Hotellerie und hauptsächlich Erfahrung. Aber trotzdem, ich weiß, was Du meinst und was Du ansprichst und hoffentlich ist Digitalisierung da ja auch, ne, ist jetzt ja immer mehr am Kommen, was da auch dabei dann hoffentlich hilft den Hotels, wenn man natürlich das Problem annimmt. Ihnen jetzt sagen, die Hotels selbst vielleicht, ne, wenn die vor diesem Problem jetzt mal stehen, wie können sie vielleicht die die ersten Schritte, was sind so deine Tipps vielleicht, deren Maisumsätze zu maximieren, ohne vielleicht auch groß zusätzliches Personal einzustellen, einfach ne, dass man die Digitalisierung verbessert oder die Prozesse hast Du jetzt gerade schon erwähnt, wie sie vielleicht selbst erst mal dieses Thema angehen könnten.
Bernd FritzgesAuch sehr gute Frage, ne. Man sieht, Du kommst aus der Praxis. Es also was wir auch machen, auch wir mit 'nem Hotel zusammenarbeiten, aber was jedes Hotel erst mal auch selber machen sollte, weil auch wenn Du Technologie und egal was Du später ausrollst, musst Du darauf achten, dass dein Setup klar ist und für jeden Mitarbeiter im Team auch klar ist. Das heißt, also ist ja auch sone Begrifflichkeit aus der Hotellerie, die Standard, die SoPs. Ja. Sind jetzt nicht so, ja genau, ne, das kennt jeder in der Hotellerie. Das ist so der Typ, ne, der zu jedem eine Checkliste unbedingt braucht, aber in dem Fall ist es wirklich wichtig, dass man sich erst mal anguckt, haben denn alle im Team die gleiche Erwartungshaltung oder die gleiche Guideline, wie wir hier Dinge bearbeiten, Punkt 1. Da also da kann ich jedem versprechen, das ist in den meisten Fällen nicht so, Mhm.
Bernd FritzgesDass man das erst mal auf einen Nenner bringt und dann anhand dieser SoPs auch erst mal in sein eigenes Property Management System, Sales and Catering System geht und schaut, sind denn unsere Templates, sind denn unsere Defaultwerte? Ist denn all das, was eigentlich unsere Standard Tools, mit denen wir ja schon Jahrzehnte arbeiten, überhaupt auch richtig gepflegt und hinterlegt? Mhm. Versprechen abgeben, ist in den meisten Fällen auch nicht der Fall. So, das sind alles Dinge, die man im Hotel erst mal selber machen kann. Die Herausforderung ist nur, der Workload ist so hoch, die Überforderung ist so hoch. Es findet sich nie die Zeit dafür. Mhm. Zeit muss man sich einfach nehmen, erst mal die Basis zu schaffen, in eine Situation zu kommen, wo ich überhaupt auch in die Lage bin, also Geschwindigkeit und mehr Fokus auf den Kunden zu setzen. Und das hängt wirklich mit SUPs und Setup der bereits bestehenden Systeme, egal wie alt sie sind, unter die Lupe zu nehmen.
20:18Was ist so der wichtigste Aspekt davon oder?
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the Future of HospitalityMhm. Ja, auf jeden Fall. Ich denk mal grade, wenn's 'n großes Team auch ist oder ne, dass das einfach alle nach dem gleichen Standard arbeiten, wie Du sagst, also wirklich erst mal mit den Basics beginnen, sich die SUPs angucken, anpassen und ja, das ist ja also oft bei vielem so, dass erst mal alle einem einem Strang folgen und und die gleiche Vision irgendwo haben und es dann, jetzt gleich groß zu denken, ne. Das, ja, was ist denn so vielleicht die eine Sache, die das Hotel tun sollte, sein Veranstaltungsgeschäft zu verbessern, jetzt vielleicht abgesehen von den Basics, ne. Was ist so der wichtigste Aspekt davon oder?
Bernd FritzgesJa, jetzt kommt was wahrscheinlich ganz, was man eigentlich womit man nicht rechnet, wenn ich das jetzt so sage in dem Kontext, wo wir unternehmerisch herkommen. Aber neben dem, was ich grade gesagt habe, ist es so, man muss sich als Maishotel, als Tarnungshotel ja immer die Frage stellen, warum kommt der Kunde zu mir? Und ich meine, ich hab unzählige, ich weiß nicht, sicherlich Tausende von Veranstaltungen schon in meinem Leben gemacht, aber ich gehe in ein Hotel aufgrund der Hospitality Qualität. Ich gehe nicht in ein Hotel, weil ich das coolste Livestream Studio erwarte im Tarungsraum, sondern ich gehe in ein Hotel, weil ich dort die gesamte Infrastruktur, Übernachtung, Tarungsraum, F und B Qualität habe. Und das bedeutet, dass man, wenn man sich erst mal darüber im Klaren ist, dass ein Kunde in ein Tarungshotel geht und nicht in irgend eine voll abgefahrene Hightech Event Location, dass der Kunde das macht aufgrund der Hospitality Qualität.
Bernd FritzgesSo, das heißt, die wichtigsten Touchpoints, also die persönlichen Touchpoints, da wo der Mensch im Vordergrund steht, die würde ich herausarbeiten und immer in den Vordergrund stellen. So und es gibt ganz wichtige Touch Points und die gibt's auch im Veranstaltungsbereich. Und das wär eigentlich das, was ich als Tagungshotel immer nach vorne stellen würde, meine Hospitality Qualität. Und diese auch zu stützen, ist es wiederum dann so wichtig, dass sich in anderen Bereichen, wo die Hospitality Qualität nicht so vordergründig beziehungsweise der Touchpoint gar nicht so da ist. Wir reden über viele administrative Aufgaben, dass sich da produktiver Also wenn Du aus deiner Arbeit am Frontoffice, 6 Minuten. Wir wir haben übrigens tiefen Research betrieben für Prozessseiten, also Okay.
Bernd FritzgesMit deutscher Forschungszulage und so weiter. Also ich kann sagen, wissenschaftlich fundiert Prozessseiten in der Hotellerie analysieren lassen. Und ich kann dir sagen, allein ein Profil Matching, ja, also wenn Du den Gast und das Profil bei dir im PMS suchst, das kann in der Spitze zu bis zu 6 Minuten dauern. Mhm. Das ist kein wichtiger Touchpoint, die ich dann brauche. Die 6 Minuten würde ich lieber in die Kommunikation mit meinem Kunden investieren, als in System nach irgendwelchen Profilen, Namen und Firmendaten zu suchen.
the Future of HospitalityMhm. Also auch da wieder eigentlich, wie Du sagst, ne, dass der ganze Hospitality Service einfach, ne, dass das Team da auch sich die Zeit nimmt auch für Schulungen, ne. Gästekommunikation, Blickkontakt, ne, auf den Gast zu, auf den Gast zugehen. Also das ist ja sowohl an der Rezeption als auch im FNB und bei Mais natürlich dann bei im Veranstaltungsbereich auch wichtig. Also definitiv kann ich nur zu 100 Prozent so unterschreiben. Letztendlich ist ja auch das, was der Gast dann sich erinnert an den tollen Mitarbeiter, der ihm dabei geholfen hat und erinnert sich somit an die an die Veranstaltung dort im Hotel und sagt das Team. Es war nicht nur eine toporganisierte Veranstaltung, sondern auch 'n tolles Team dahinter.
Bernd FritzgesJa, absolut, genau.
the Future of HospitalityJa, was ist denn so seit dem Start vielleicht in der Branche oder seitdem Du da mit dabei bist, die größte Veränderung im MySecment, die Du vielleicht beobachtet hast?
Bernd FritzgesDas ist witzig, weil ich hab so 20 Jahre das beobachtet, es hat sich gar nichts verändert. Das ist jetzt 'n bisschen sarkastisch, ne. Aber also wir haben, wenn man insgesamt den Veranstaltungsbereich sieht, was schon sich verändert hat, Das sind die Formate. Das ist das gibt ja immer so Epochen, ne. Also ich habe ja gesagt, ich bin in den Neunzigern Unternehmer geworden. In den Neunziger war Riesenfeuerwerke höher, breiter, ne. Also es musste immer mehr, immer größer und so weiter. Das ist das war auch sone Epoche. Und wir haben jetzt die die Veränderung der Veranstaltungsformate grade hingehend weg von nur Frontalbeschallung hin zu kokreativen Elementen. Also ich durfte vor 'n paar Jahren, also es war noch vor Corona, das Arbeits- und Sozialministerium Schulen in Bezug auf kokreative Veranstaltungsformate.
Bernd FritzgesDa hab ich gesagt, wenn selbst son Ministerium, Bundesministerium festgestellt hat, wenn wir Veranstaltungen machen, sollten sie kokreativ anlaufen, dann ist es irgendwie gesellschaftlich angekommen. Und das heißt also, wir haben eine starke Veränderung der Formate, was auch gut ist, was zu besseren Ergebnissen führt und auch, sage ich mal, was die Erwartungshaltung an Veranstaltungen ausgeht. Das natürlich mit zunehmendem weiteren technischen Gimmicks und Tools, Mhm. Die die da mit reinspielen. Ansonsten haben wir wirklich grade auch Seiten der Hotellerie nicht wirklich viel Veränderung statt, hat da viel Veränderung stattgefunden. Die kommt jetzt und zwar natürlich durch den ganzen AI Approach, weil die Komplexität im Veranstaltungsbereich, das ist schon 'n bisschen was anderes, als wenn ich ein Zimmer irgendwie disivulieren muss. Mhm. Oder Komplexität von unterschiedlichen Raumkonstellationen mit Zimmern und Verdrängung des Einzelbuchungsbereiches.
Bernd FritzgesDas hatte das hat schon eine andere Komplexität, Knowledge dazu. Aber diese Komplexität, dafür ist ja KI da Und das hat natürlich zur Folge, dass jetzt so der Markt sehr stark in Bewegung kommt, Mhm. Weil eigentlich so langsam jedes Hotel in die Lage versetzt wird, Dinge zu überarbeiten zum Nutzen aller, zum Nutzen der eigenen Teammitglieder, zum Nutzen der Gäste et cetera. Also die Technologie sorgt jetzt schon für starken Veränderungsprozess. Ansonsten find ich's nach wie vor erschreckend, egal, wenn Du online, wenn Du online Veranstaltungs anfragst, also die einschlägigen Portale, die sehen ja aus wie vor 20 Jahren, als sie auch gegründet wurden. Mhm. Oder wenn Du ins BMS reingehst, die Userinterfaces.
Bernd FritzgesAlso Also ich will ja kein zu nahe treten, aber ja auch aus wie vor 20 Jahren. Also daran sieht man, wir haben mit ganz viel Legacy System zu arbeiten. Wir haben noch ganz, ganz viel Luft für Veränderungs- und Optimierungsbedarf und da 'n bisschen mehr Fresheness reinzubekommen.
the Future of HospitalityJa, ich denke auch und ne, ist auch wichtig dann sich somit, wenn man sich wenn man das Thema angeht, ne, sich von seinen Wettbewerbern abzuheben, wenn man da einfach auch schon 'n bisschen digitaler aufgestellt ist und und die Prozesse automatisiert, optimiert. Also würdest Du sagen, so die Trends, die Zukunft von Maisevents in den nächsten 5 Jahren, Was die prägen, würdest Du dann auch auf jeden Fall viel KI, viel Digitalisierung oder was glaubst Du, wo da so Ja. Die nächsten 5 oder 10 Jahre, in welche Richtung das geht?
Bernd FritzgesJa, also ich würde sagen, wir wir machen im Moment meiner Meinung nach den Fehler, dass wir KI, also eine, das, was schon lange da ist. Wir reden ja auch nicht darüber, dass wir heute hier übers Internet verbunden sind und stellen das immer nach vorne und Du hast gesagt, ja wir machen Podcast übrigens, der läuft online übers Internet, ja. Also so aber so sone Attitüde haben wir manchmal. Also es muss einfach klar sein, die Systeme sind da, da findet keiner was Neues, ist alles klar. Aber so und das ist, glaube ich, meiner Meinung nach die Entwicklung. Wir werden im Veranstaltungssegment die Entwicklung haben zum Thema Hospitality Qualität, weil der Mensch ist die teuerste und wertvollste Ressource.
Bernd FritzgesDas heißt, wir werden eine klare Unterscheidung haben zwischen wie viel menschliche Expertise, wie viel Hospitality Qualität, wie viel Mensch gebe ich in die Veranstaltung, also in die Organisation vor Ort Der Mensch selber auf der Veranstaltung wird immer wichtig sein, ja? Mhm. Oder wie viel Automatisierung habe ich in meinem ganzen Veranstaltungsbereich, einfach auch produktiver und kostengünstiger anzubieten? Von daher wird es so sein, Veranstaltungsformate werden sich insofern in 2 Gruppen. Echt. Sag ich mal, lean, schlank. Da wird ganz klar evaluiert der Return on on west zu dieser Veranstaltung, die die Menschen dort vor Ort hatten, wo gar nicht so viel zusätzliche menschliche Organisationen oder so dazugehört, weil viel automatisiert werden kann. Und wir werden Veranstaltungstypen haben, wo der Mensch sehr stark im Fokus steht, auch ringsherum in der Organisation und Betreuung.
Bernd FritzgesUnd das werden sehr hochwertige und kostenintensivere Veranstaltungen haben. Also wir werden wir werden so schon starken Unterschied haben, ganz einfach aus Budgetgründen, wie viel Mensch steckt noch drin oder wie viel Automatisierung steckt drin? Aber ohne, dass wir's wirklich spüren.
the Future of HospitalityMhm. Ja, also mehr KI in Digitalisierung nutzen, ne, Kosten zu sparen, Prozesse zu optimieren, ja, also wie Du gesagt hast, aber nicht den Menschen ersetzen in dem Sinne, sondern mehr, je mehr KI kommt, desto mehr wird der Mensch auch irgendwo wichtiger und und die persönliche Interaktion, ne, zu schätzen gewusst und ja, da bin ich, also dem kann ich auch nur zustimmen, aber ich bin gespannt, was da noch so für Veränderungen auf uns zukommen. Aber ja, wir sind jetzt schon fast am Ende, Bernd. Willst Du noch zum Abschluss irgendwas mitgeben, eine 1 letzte Info, einen letzten Tipp oder einfach allgemein?
Bernd FritzgesGenau. Also so als also Ratschläge sind Ausschläge, ne, aber rein jetzt als kleiner Erfahrungsaustausch, weil ich ja nun in den letzten 2, 3 Jahren mit so viel unterschiedlichen Hotels in Onboarding Prozessen und so weiter dabei war. Wenn ich das so als Erfahrung mitgeben kann, jeder, der jetzt Dinge verändern will, sich für die Zukunft aufzustellen, das wirklich gut durchdacht zu machen und nicht nur irgendeinem Hype hinterherzurennen, der da grade propagiert wird, sondern wirklich durchdacht und immer vorher sich im Team auseinandersetzen, was ist eigentlich unsere Zielsetzung damit? Was die Erwartungshaltung und welchen Mehrwert stiften wir? Immer die Teams mit reinholen, also BBQ operativen. Ich habe in einen anderen Podcast letztens gesagt, oftmals im oberen Management werden Entscheidungen getroffen für den Einsatz von Systemen und Tools, wo ich sage, die können noch nie in der Operations gearbeitet haben. Also Erfahrungsaustausch, nimmt die Operations, nimmt die Stellen mit hinzu, die am Ende damit auch arbeiten müssten und lasst sie's bewerten.
Bernd FritzgesDas ist, denke ich mal, 1 so der Dinge, die ich mit aufn Weg geben würde und in Richtung der Hotellerie, grade im Veranstaltungsbereich Hospitality Qualität hat zu tun mit einem Prinzip, und zwar dem Human Invaloop Prinzip. Das heißt, der Mensch sollte immer in der Schleife vorhanden sein, weil das ist die Erwartungshaltung 1 jeden Kunden, der derzeit jedenfalls noch auf die Hotellerie zukommt, da tolle Veranstaltungen durchzuführen.
the Future of HospitalityJa, das sind super Gedanken jetzt noch zum Schluss und ich kenn das auch, ne, selbst wenn ne, wenn's irgendwie 'n neues Tool gibt oder 'n neues und und wenn man das Team von Anfang an mitnimmt, dann ist die Motivation eine ganz andere auch, weil letztendlich will man ja auch als Management ne, dass das Team mit dem neuen Tool auch auch Spaß daran hat und arbeitet und das sieht man dann auch wieder im Service und das spiegelt ja wieder so viele Dinge wieder. Und deswegen ist es ja im Interesse aller, wenn man von Anfang an in diese ganze Entscheidungsphase oder einfach die Vorstellungsphase des Tools von Anfang an mitgenommen wird. Also da hast Du sehr, sehr viele Punkte genannt und ich danke dir für alle Tipps und dass Du heute dabei warst und deine Expertise mit uns geteilt hast. Und ja, mach's gut, Bernd.
Bernd FritzgesVielen Dank, Tanja. Danke, dass ich da sein durfte.
















