Cleanliness is not a standard, but a must (German)
Denise Gru reveals why hotel housekeeping standards are far more than cleaning, they are the emotional and operational core of hospitality. From training and leadership to guest experience and team dynamics, she explains how well-run housekeeping defines a hotel’s quality. A must-listen for anyone who wants to elevate service from the inside out.
Denise GruFounderSauberkeit ist tatsächlich kein Standard, sondern ein Muss.
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00:49Wie bist Du da hingekommen und wo Du heute stehst?
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the Future of HospitalityVielleicht erzählst Du uns mal, ja, was Du so machst. Wie bist Du da hingekommen und wo Du heute stehst?
Denise GruJa, grade sitzsicher und zwar vor meinem Computer. Bin happy, dass Du mich eingeladen hast zu diesem Interview, über mein Spezialgebiet zu sprechen, das Housekeeping. Seit 2009 circa bin ich jetzt dabei. Das ist eine ganze Weile, wenn man bedenkt, was in der Zeit alles passiert ist und ich sprech nicht nur von Corona. Und bin per Zufall son bisschen da reingeschlittert auf der Suche nach einem Job in einem in 1 bestimmten Stadt damals im Hochsauerlandkreis in Schmallenberg. Da wollt ich unbedingt hin, weil da Familie von mir ist nach über 20 Jahren Aufenthalt in Frankreich. Und da bin ich dann beim Hotel Daymann als Hausdame eingestiegen, ein Fünfsternehotel.
Denise GruUnd damals wusst ich wirklich nicht so richtig, was das bedeutet, eine Hausdame zu sein. Das ging mit ganz viel Unterstützung seitens des Teams dort lauter, vorwiegend Frauen, teils auch weit älter als ich, die seit Jahr und Tag in diesen familiengeführten Hotel nun schon die Zimmer reinigten und sich alles kümmerten, den Gast dort mit einem Strahlen entgegenzukommen im im wahrsten Sinne des Wortes. Das hat mich unglaublich beeindruckt, mit welcher Pflege und Hingabe und Fürsorge das passierte. Und bin dort sehr freundlich aufgenommen worden, wenn auch mit Hinterfahrung, was möchte die denn jetzt hier? Denn ich komm ursprünglich ausm Verkauf, Büromöbel und hatte jetzt nicht viel damit zu tun. Aber es ging insbesondere Struktur. Es ging Hinterfragung der Prozesse und letztendlich konnte ich dort von der Pike eben auch aus auf lernen, was es bedeutet, dem Gast ein schönes Zimmer zu bereiten. Zum Beispiel, wie man richtig Betten bezieht oder wie man von oben nach unten erwischt oder solche ganz einfachen Dinge, wo jeder glaubt, er könne sie. Und letztendlich hab ich mir festgestellt, das ist ein echter Beruf.
the Future of HospitalityMhm. Und wow. Und was bedeutet an Housekeeping, also für dich in der heutigen Hotellerie aus deiner Sicht, was wird vielleicht oft übersehen?
Denise GruJa, also Housekeeping ist, die kommt ja erst mal aus dem englischen Bereich und heißt halt nix anderes, als sich den Haushalt kümmern. Wir haben es übernommen, wenn man googelt zum Beispiel Housekeeping, hier bei uns in Deutschland kriegt man alles möglich bis auf die professionelle Reinigung oder Hotelreinigung. Wir unterscheiden uns tatsächlich stark zur Gebäudereinigung, insofern, dass wir in einem Bereich arbeiten, der zumeist sehr intim ist. Das Gästezimmer, das Badezimmer, die Toilette, die Dusche. Oftmals bei Bleibereinigung sind ja auch die persönlichen Dinge des Gastes im im Raum. Das heißt, die die die Teams, die Hotelzimmer reinigen sind da, wenngleich auch nicht immer wieder nicht wirklich sichtbar, denn oft ist der Gast ja eher nicht im Raum.
Denise GruNichtsdestotrotz wird sofort sichtbar, wenn Sie nicht da gewesen sind. Das ist tatsächlich Housekeeping in einem Hotel. Das heißt, die Reinigung, Pflege des gesamten Hotels gemäß der Oberflächen und aller Herausforderungen, die uns die Materialien wie auch die Gäste, die das gesamte Umfeld und die Koordination mit Rezeption, Küche, Service et cetera Hausmeisterteam, Technikerteam ineinandergreifen sollten. Und das alles im Tagesgeschäft. Das heißt, immer mit Gästen, immer mit mit mit Leuten in dich herum. Du bist nie unbeobachtet, selbst wenn Du in einem Zimmer alleine sauber machst oder aufräumst, kannst Du jederzeit natürlich jemand Einkommen, der Gast oder die stellvertretende Haus, die Arme. Das heißt, Du bist eigentlich immer gut behütet.
Denise GruSo sehe ich es. Man kümmert sich und es geht auch immer darum, letztendlich diese wichtige Arbeit als vital für jedes Hotel zu sehen, denn tatsächlich nur saubere Zimmer können verkauft werden.
the Future of HospitalityMhm. Absolut. Und welche Diskrepanz beobachtest Du zwischen der Wahrnehmung des Housekeepings und der Realität im Arbeitsalltag?
Denise GruJa, das ist so ganz sichtbar. Und seit Jahrzehnten sprechen wir darüber, wenn wir schon in die Stellenanzeigen gehen, wird manchmal geworben mit Frau Holle. Wir suchen die Frau Holle. Wir suchen die Sauberfee. Wir suchen die stillen Helden, habe ich neulich gelesen. Das alles weist darauf hin, dass tatsächlich Menschen gesucht werden, wahrscheinlich eher noch keine Fabelwesen, die für einen bestimmten Zweck gesucht werden, nämlich der Zimmerreinigung oder überhaupt der Reinigung 1 Hotels. Und dann eben nicht so richtig anscheinend deutlich ist, ja, was sind das für Leute? Was haben die vielleicht für eine für eine Ausbildung? Was sollen die denn sein? Was müssen die können? Und oftmals wird dann gesagt, ja, wenn Du einen Blick für das Detail hast, für die Sauberkeit et cetera, wo ich mir dann sage, na ja, benennen wir es doch. Na ja, wir suchen Menschen, die tatsächlich kompetent sind in der Reinigung von Hotelzimmern, Einrichtungen et cetera im Beisein von anderen Menschen, nämlich den Gästen, ihren Kunden. Und wir haben jetzt den Ausdruck Raumpfleger oder Raumpfleger oder Reinigungskraft.
Denise GruDa sind da wir müssen halt schauen, es gibt tatsächlich für das Housekeeping speziell im Hotelwesen keine definierte Ausbildung. Wie zum Beispiel eine Gebäudereinigung, wo's tatsächlich ja eine Ausbildung gibt. Im im im Hotelwesen liegt das ganz oft in der Ausbildung der der Haus, der Hotel des der Hotelfrau oder des Hotelfachmates. Und Housekeeping ist halt ein Teil, so wie auch Hauswirtschaft und so weiter. Und meines Erachtens sind wir heute längst in Verzug, diesem dieser wichtigen Funktion eine echte Ausbildung zu bieten. Es gibt schon einige Mitstreiterinnen und Streiter im Bereich, die das ganz initiativ angehen und das unterstütze ich sehr. Mhm.
the Future of HospitalityJa absolut. Also jetzt wo Du's sagst, ich hab ja auch selbst Hotelfach gelernt und es ist mit dabei, man reinigt die Zimmer, man checkt die Zimmer, man lernt das alles, aber ist alles am Teil, ne, ein Teil Rezeption, ein Teil Housekeeping, über aber es gibt keine speziellen Ausbildungen für für Housekeeping, das stimmt. Und da hat sich auch Genau. Mittlerweile geändert auch. Ja, ja.
Denise GruUnd die Wahrnehmung oftmals, ich mein, es ist das, man will's gar nicht sehen, was wer da was tut. Gesehen wird allerdings, wenn da jemand etwas nicht getan hat, zum Beispiel ein Bett nicht gemacht wurde oder eine Toilette nicht gereinigt wurde. Und da ist letztendlich die Krux, ich kann nicht immer weggucken und dann genau hingucken, wenn was nicht stimmt, ja. Das heißt, in 10 Fällen sind 9 richtig gut gelaufen. Wo niemand gelobt wird vielleicht, boah, was hast Du das Bett toll gemacht? Ist mir tatsächlich nicht noch nicht passiert. Nichtsdestotrotz, wenn etwas mal nicht so gemacht wurde, wie es eigentlich sein sollte, fällt es halt auf. Mhm. Ich hätte es halt so, dass immer, wenn etwas gemacht wurde, es anerkannt wird, gesehen wird. Und tatsächlich sollte es mal nicht so sein, wie's wie's sein, wie wie wie die Hotelstandards eben sind, Dann kann man halt da auch trainieren, Schulen drauf hinweisen und auch hinterfragen, ja, was ist da passiert?
Denise GruWas war grade los? Viel Stress? Oder ach, meine Kollegin hat mich was gefragt. Also es gibt immer Hintergründe, die tatsächlich mal nach vorne gekarrt werden müssten, zu verstehen, ob so ein Reinigungsteam effizient arbeitet.
the Future of HospitalityJa, und was da alles dahintersteckt. Ja, absolut.
Denise GruUnd Du hattest Ganz kurz, ich hab mal einen Chef gesagt, wo ich sagte, ja, ich weiß jetzt auch nicht, was die sich da gedacht haben, der dann ganz böse sagte, Du empfand dies zu dem Zeitpunkt als Hauskeeper. Ja, wie, Frau Grün, Sie glauben doch nicht, dass die denken. So, da das sagt vieles. Ja, wie wie ist die Haltung gegenüber uns gegenüber seitens vorgesetzter? Und ich denke, da ist ganz viel Potenzial, da ranzugehen und da mal ja, tatsächlich als Vorbild voranzugehen. Das tun schon etliche. Und ich bin sehr froh darüber in den letzten 10 Jahren, dass sich das mehr und mehr entwickelt. Daran, das motiviert natürlich auch motiviert durch den Kraft Kräftemangel und die neuen Generation.
09:58Was genau braucht es denn dafür aus deiner Erfahrung heraus?
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the Future of HospitalityJa, sicher. Und ich bin mir auch sicher, weil Sauberkeit ist immer irgendwie ein Aspekt, der irgendwo als selbstverständlich, glaub ich, da genommen wird und ich glaube, seit Corona hat das auch noch mal 'n ganz anderes Level auf sich genommen, weil dann natürlich wirklich alle darauf geachtet haben auf ihre eigene Sauberkeit, wenn sie irgendwo hingehen. Viel wurde auch in Hotels geändert und ich bin mir sicher, seitdem spätestens wird wirklich, ja, spielt Sauberkeit einfach eine immens wichtigere Rolle und wird mehr Fokus geschenkt. Und Du hattest auch mal gesagt, man kann nur saubere Zimmer verkaufen. Was genau braucht es denn dafür aus deiner Erfahrung heraus?
Denise GruAlso wie oft komm ich in Hotels und hinterfrage, ja, was was ist denn jetzt grade hier? Das heißt, ich gucke, was die tun, beobachte die Menschen bei ihrer Arbeit und beobachten Du speziell die Prozesse. Wie wie wie arbeiten die Menschen? Wie strukturiert sind sie da? Vermischen sie saubere, schmutzige Arbeit? Eine 1 schmutzige Arbeit ist zum Beispiel schmutzige Bettwäsche abzuziehen. Wird danach direkt zu sauberen gegriffen, ohne sich vielleicht die Hände gewaschen zu haben, dann gibt's natürlich sofort ein 1 kleine einen kleinen Schock. Warum? Natürlich, Holzkontamination, wenn ich schmutzig sauber vermische, ohne mir zwischendurch mal die Hände zu desinfizieren, zu waschen oder die Handschuh zu wechseln. Das heißt letztendlich, die Umsetzung 1 sauberes 1 sauberen Zimmers hängt ganz stark davon ab, wie strukturiert ist gesäubert worden in der Einhaltung der Trennung von sauber und schmutzig.
Denise GruUnd dann tatsächlich natürlich der Aspekt des Zimmers ist neben der Sauberkeit auch, ich will schon sagen, die Haltung des Zimmers, ja. Wie welche Ausstrahlung hat das Zimmer? Zum Beispiel wie riecht es? Welchen Eindruck gewinn ich? Sind die Vorhänge ansprechend? Ist das Bett so, dass ich sofort Lust hab, mich da reinzulegen? Ist im Badezimmer der Seifenspender abgewischt worden? So. Und dafür haben wir in der Regel Hotelstandards. Das heißt, ein Hotel kann seinen individuellen Hotelstandard zusammenstellen. Wichtig ist es halt, dass es auch das gesamte Housegebing Thema, bestes das gesamte Hotelteam diese Standards gut pennt, damit sie es halt tatsächlich auch gut umsetzen kann. Wenn das zusammenkauft und ich bin dir da ganz kommt dir ganz entgegen, Sauberkeit ist tatsächlich kein Standard, sondern ein Muss.
Denise GruDarüber wollen wir gar nicht mehr reden. Sauber ist sauber schmutzig schmutzig. Wenn dann auch die Hotelstandards umgesetzt worden sind, ist tatsächlich das das Zimmer gastbereit. Bestenfalls zum Check in. Das ist das Gastversprechen, was wir was wir eingehen, wenn ein Gast bei uns flucht.
the Future of HospitalityJa. Du hast ja auch viele Herausforderungen jetzt schon angesprochen. Für das Team selbst, was sind denn die häufigsten Herausforderungen oder die genau im im im Housekeeping Alltag?
Denise GruJa, es ist so. Solange es ruhig läuft in einem Hotel, sprich die Prozesse geordnet sind, die zum Beispiel die Wäscheräume gut aufgeräumt sind, alles in Ordnung ist, dann ist es so, dass selbst bei bei stärker Belegung die Jungs und Mädels im Housekeeping Team geordnet an die Arbeit gehen können, vorbereitet sind und tatsächlich Pens Pensum wahrscheinlich gut schaffen werden. Sollte das aber nicht so sein, das heißt, das das typisch ist, wir haben 60 Prozent Wechsel. Das heißt, dann kommt vielleicht noch 1 1 1 Bus, der mit 40 Anreisen, laut Walking, 50 Walkings. Und da ist es so, und dann fallen auch noch 3 Mitarbeitende aus und 2 haben Kopfschmerzen nicht nach Hause schicken muss. Dann ist tatsächlich der Anspruch an, wie sagt man das, an Vorbereitung, an Fachkenntnis, an Stressresilienz wirklich gefragt, sodass selbst unter diesen Bedingungen die Hotelzimmer zum Check in fertig sein können.
Denise GruEs ist eigentlich immer möglich, dass es sehr gut funktioniert. Sollte es mal nicht so sein, dann sollte man danach auf jeden Fall schauen, wie man seinen Notkoffer entwirft, damit halt tatsächlich in diesen Krisensituationen immer ein Plan b oder c da ist. Zudem natürlich auch in Krisensituationen ist es wichtig, das Gesamthotel oder die Hotelservice darauf aufmerksam zu machen, zum Beispiel das Frontoffice zu dem Zeitpunkt, wo man sieht, oh, wir schaffen's nicht zum Check in, das von der Office zu involvieren und darum zu bitten, bitte kümmert euch gut die Gäste, lasst sie ein bisschen gedulden. Das heißt, Kommunikation zu jedem Zeitpunkt zu wissen, wo sind meine Mitarbeitenden? Wie geht es ihnen? Wo stehen sie? Wer braucht noch wer braucht noch Unterstützung?
Denise GruDas ist tatsächlich in in jedem Moment vital, nicht nur im Housekeeping, in allen Bereichen, im Hotel oder in sonstigen wahrscheinlich. Aber hier geht's darum, dass die Menschen, die dort arbeiten, zu jedem Zeitpunkt Unterstützung bekommen und nie alleine gelassen werden. Es geht nicht darum, den der vielleicht am langsamsten Arbeitern auch noch irgendwie auszuhelfen. Das hängt alles tatsächlich von der von der Leitungsposition, von der Führungskraft ab, das im Blick zu haben, unfair, aber auch eindringlich die Hotelstandards umzusetzen. Das ist ein 1 Job, der viel, viel Führungsgefühl beziehungsweise Fachkenntnis fordert, aber auch eine große Nähe zum Team benötigt. Denn nur mit dem Team wird der, der's leitet, tatsächlich zum Ziel kommen.
the Future of HospitalityMhm. Ja, also ich das... Entschuldigung. Ja, gerne. Ja, ich also ich, absolut jetzt, ich kenn das ja auch aus auf der von der anderen Seite, von der Frontoffice Seite. Da hat man ja wirklich die meiste Kommunikation mit dem Housekeeping und es ist so wichtig, wie Du sagst, gut das gut zu kommunizieren und einfach dann natürlich auch gegenüber den Gästen, dass das Zusammenspiel und die Teamarbeit auch wirklich funktioniert und das ist ja leider nicht immer und überall so. Aber sind das jetzt schon Aspekte, wo Du sagst, das ist wirklich wichtig für die effiziente Organisation im Housekeeping oder wie im Housekeeping? Oder wie würde sie noch besser funktionieren?
Denise GruIch glaube, es ist sind die Basics. Es ist in erster Linie die Haltung von jedem einzelnen Mitarbeitenden im Team. Wie steht der zu sich? Wie kommt der grade klar? Wir müssen auch 'n bisschen gucken. Ich meine, wer im arbeitet. Oftmals ist das so, der Einstieg in die deutsche Arbeitswelt. Der Einstieg in die deutsche Kultur, vielleicht auch in die deutsche Sprache. Oftmals arbeite ich mit Menschen, die kommen aus von allen Horizonten, sind teils sehr gut qualifiziert aus ihren aus ihren jeweiligen Ländern, kommen und stehen plötzlich da und sollen WCs putzen. Putzen. Da ist das, wie soll ich das sagen? Da ist teils die Frustration sehr groß. Wichtig oder was da wirklich wieder zu uns führt, ist die Haltung zu sich selbst.
Denise GruOft als wenn die Haltung, wenn ich sehe die Haltung stimmt, das heißt, da ist ein Wunsch ein Wunsch erfolgreich zu sein, ein Wunsch, das zu erledigen, was nun nachher jetzt zu tun ist. Da ist aber auch die Motivation, die Selbstmotivation und die Eigeninitiative und der Wunsch nach Verantwortung, dann kann das sehr gut funktionieren. Das heißt, wenn das alles fehlt, hab ich schon Krise und das ist nur die Grundeinstellung. Dazu kommt ganz oft die fehlende Fachkenntnis. Woher soll ich denn wissen, wie man ein Bett bezieht? Das hat mir die Oma zu Hause gezeigt. Das geht so und so, wo ich dann sag, komm auf. Das ist das ist nicht unbedingt jetzt hier so, wo Du vielleicht 20 bis 80 Betten beziehen sollst und dabei möglichst den Staubaufwand vermeidest und dann auch noch dafür sorgst, dass die Bettwäsche nicht links, sondern rechts abgezogen wird. Das sind dann Aufträge, wo mir der Mitarbeitende ins Gesicht schaut und sagt, hä, was willst Du denn? So, das sind Details, die aber letztendlich den Erfolg ausmachen. Wenn das, wenn diese Prozesse funktionieren, die Fachkenntnis da ist am richtigen Platz und die Mitarbeitenden auch noch wissen, welcher Prozess zu welchem Zeitpunkt so eingesetzt werden muss, damit am Ende das Ziel, nämlich die Umsetzung der Standards rauskommt, dann sind wir auf der sicheren Seite. Das heißt, das geht dann auch tatsächlich einher mit der Qualitätssicherung, die ja in allem in allem, was wir tun, natürlich ganz wichtig ist, weil sie letztendlich dafür sorgt, dass die Nachhaltigkeit unserer Arbeit abgesichert wird, ja. Also viel mehr als fehlendes Fachwissen, fehlende Struktur, fehlende Motivation und vielleicht sogar fehlen durch Abwesenheit.
Denise GruViel mehr kann eigentlich nicht passieren. Das heißt, das sind die, für mich die Basics, die ich brauch, ein funktionierendes Housekeeping Team aufzubauen und zu unterstützen bei der täglichen Arbeit. Dazu kommen natürlich dann die Hilfsmittel wie zum Beispiel Werkzeuge wie Staubsaugerwischer, wie ein funktionierender Etagenwagen, wie Offices, am besten auf den Etagen, damit die Laufwege reduziert werden. Oder vielleicht sogar ein schönes Büro mit PC, vielleicht sogar mehreren PCs und Ausstattung der Housekeeping Mitarbeitenden durch durch Smartphones oder, sodass wir in Kontakt bleiben können. Das heißt auch die Hightech und die Digitalisierung, da sollten wir alles ausschöpfen, was es heute gibt, uns zu entlasten. Ja. Denke, damit wir das Konzept ab und meiner Erfahrung nach funktioniert das sehr, sehr gut.
the Future of HospitalityUnd Du sagtest gerade fehlende
Denise GruStrukturen.
the Future of HospitalityDementsprechend ja ist ist die die die Struktur für die Ablaufplanung sehr, sehr wichtig. Für die gleichbleibende Qualität, was hast Du vielleicht 'n Beispiel oder 'n paar Tipps, wie denn vielleicht sone strukturierte Ablaufplanung aussehen könnte?
Denise GruNa klar. Also ich sag jetzt mal das zum Beispiel, wenn ich in Hotels, wenn ich in Hotels gerufen werde, hey Denise, kannst Du mal kommen und gucken, was hier so geht? Dann tue ich eigentlich nix anderes, als dem Housekeeping Team bei der Arbeit zuzugucken. Das find ich ganz, ganz toll, denn dafür werd ich dann auch noch bezahlt. Aber letztendlich fällt mir dabei erst auf, wie die Abläufe sind. Das heißt, neulich war ich eben auch bei 'nem Team und hab auch jeden Einzelnen beobachtet, Das war lange angekündigt worden und die Leute kannten mich auch schon und wir hatten vorher noch 'n schönen Kaffee getrunken und so weiter.
Denise GruUnd dann kam sie zu dem Mädel ins Badezimmer und sah auch, dass sie da halt 'n gewissen Ablauf hatte. Als sie dann aber das WC putzte mit dem rosa Lappen und da dachte ich 'n Föhn, da da war ich dann, wo ich sagte, stopp. Der Föhn hing in der Nähe letztendlich des WCs nahm Waschbecken ganz normal, standardgerecht. Aber sie sie kam von unten nach oben. Das heißt, hier gab es tatsächlich einen Riesenfehler. A, nicht der richtige Lappen für den Ton, A, b, hat sie von von unten nach oben, ist sie von unten wieder nach oben gekommen. Und dann hat sie in in irgendwie im Durcheinander, vielleicht war sie auch gestresst durch meine Präsenz, denselben Lappen für den Föhn, für die Föhnreinigungen verband, weil der halt grade so nahweih war.
Denise GruJa, das sind so Dinge, wo wir dann tatsächlich anhand des echten Beispiels sofort sehen können, Achtung, was ist hier falsch gelaufen? Ja, was ist hier falsch gelaufen? Die Föhnreinigung tatsächlich lieber mit einem trockenen Lappen. Wäre zu diesem Zeitpunkt nicht, war zu diesem Zeitpunkt nicht am richtigen Platz. In der Regel läuft es vorher, wenn ich die Badezimmer, Badezimmer, wenn ich das Badezimmer anfange zu reinigen, dass ich mit einem sauberen trockenen Lappen auch über den Föhn gehe und zum Schluss letztendlich mit dem rosa Lappen das WC zu Ende reinige. Das sind so Abläufe. Es geht immer darum, letztendlich von sauber zu schmutzig zu reinigen und nicht umgekehrt.
Denise GruUnd das sind das der Reflexe. Wer das eine Zeit lang macht, da geht das oder hoff ich immer, dass das dann in Fleisch und Blut übergibt, nur bei Stress. Wenn man selber vielleicht schlecht drauf ist, 'n schlechten Tag hat, dann vergisst man so was. Und wenn wirklich Stress ist, vielleicht schon der Checker vor der Zimmertür steht und sagt, Mensch, mach meine, dann überschlägt man sich und man kreuzt. Man läuft Zickzack im Zimmer. Man vergisst 'n Kopfkissenbezug. Handtücher werden nicht ausgewechselt. Zahnputzbecher werden vergessen oder letztendlich die mit mit, was weiß ich, was fürn Lappen ausgewischt, anstatt sie mal eben durch die Spülmaschine zu jagen. Das sind dann so Sachen, die da passieren.
Denise GruVielleicht gar nicht auch völlig oder sichtbar per bloßem Auge für den Gast. Allerdings für mich, die das dann beobachtet, ist es dann so, dass die Qualität am Ende nicht stimmen kann, weil die Reinigungsprozesse durcheinanderlaufen. Mhm. Ja, wir haben zum Beispiel in einem der Unternehmen, wo ich gearbeitet habe, die gesamte Hotelkette vom TÜV zertifizieren lassen. Mhm. Einfach allein aus der Qualitätssicherung heraus klarzustellen und sicher zu machen, dass die der Prozess, der Reinigungsprozess in den Zimmern eingehalten wird. Durch Anplantsproben in den Zimmern eindeutig nachweisbar, ob nun ein Zimmer hygienisch gereinigt wurde oder eben nicht. Wobei natürlich im Zimmer keine Pflicht dazu besteht, kein HACCP, normalerweise keine Lebensmittel, kein Lebensmittelkontakt.
Denise GruHier ging es wirklich darum, uns allen deutlich zu machen, wie wichtig die Trennung von sauber oder von sauberen und schmutzigen Arbeiten sind. Und wenn man von schmutzig zu sauber eben wechselt, tatsächlich sich mal die Hände wäscht. Und dafür war wiederum Corona ein sehr, ja, wie soll ich sagen, ja, richtungsweisend. Wir wussten's alle schon, aber hier wurde es noch mal deutlich.
the Future of HospitalityJa und wenn wir jetzt, weil Du auch die Mitarbeiter jetzt schon angesprochen hast, Wie was brauchen denn Mitarbeitende deiner Erfahrungen nach, mehr als nur Anweisungen zu befolgen, wirklich Verantwortung zu übernehmen und auch selbstständig zu arbeiten?
Denise GruGute Frage, Tanja. Das sind so Dinge, die ich immer wieder erfahre, wenn ich in die Hotels reingehe, denn es sind ja, welche Hotels rufen mich? In der Regel sind es die Streber. Da heißt es, es sind die Hotels, die wirklich gut funktionieren, die sehr gute Gastbewertungen haben. Und jedes Mal, wenn ich dann auch mit dem Team zu tun habe, tatsächlich auch der Hotelmanager nicht weit ist. Und ich sehe eben, wie Management und Team zusammen sind. Mhm. Welche Stimmung da ist, welche... Ich will schon sagen, ja, welche Emotionen da sprühen. Und selbst wenn bestimmt nicht immer alles rosa ist, spüre ich dort 1 1 1 gutes Miteinander.
Denise GruEin echtes Kümmern untereinander. Und auch, dass sie dass Themen tatsächlich angenommen wird, zum Hotel gehört, nicht ein Team im Team ist, sondern Hauptbestand des Gesamtteams. Was sich wieder daraus dadurch kenntlich macht, dass zum Beispiel der Hotelmanager die Namen alle kennt, selbst wenn's ein größeres Team ist. Dass er weiß, wo teils die Leute herkommen. Dass er sich auch dafür interessiert, dass er zum Beispiel auch dabei ist, wenn's darum geht, die Wäsche von den Gängen zu holen oder auch mal Betten mit abzuziehen. Wenn ein Team spürt, dass es willkommen ist oder auch der einzelne Mitarbeitende, wenn gesehen wird, selbst wenn's wenn die Arbeit gecheckt wird, ja, wenn sich gekümmert wird, zu schauen, Mensch, was tust Du denn hier den ganzen Tag?
Denise GruDas als wertschätzend eben auch kenntlich zu machen seitens des Managements, das kommt tatsächlich auch bei den Mitarbeitenden an, da halt zu hinterfragen, wie können wir daraus wirklich vorbildlich sein und das tagtäglich. Es läuft nicht immer alles rund. Es ist nicht alles immer toll, aber selbst wenn's zwar nicht so gut läuft, hilft es, diese Einstellung mit dem Team auch in Krisensituationen gut klarzukommen. Das heißt, für jeden einzelnen Teammitarbeitenden ist es wirklich wichtig zu sehen, wo er da steht oder wo sie da steht, ob das so okay ist. Und wenn das nicht so ist, mal zu hinterfragen, ja, was gibt's denn da 'n Besserung? Oder wo kann ich denn mehr machen oder mich weiterentwickeln?
Denise GruDenke, das sind wirklich ganz wichtige Dinge, die vielleicht nicht ständig täglich zehnmal, aber doch regelmäßig aufn Tisch kommen müssen, zu sehen, wie man sich zusammen mit dem Team im Team, im Gesamtteam weiterentwickelt. Und wie gesagt, diese Streber sind nicht nur bei mir unterwegs, sondern auch bei meinen Kollegen und Kolleginnen, ob das jetzt Rezi ist, ob das Service ist, ob das Hygiene ist oder ob das Maschinen sind, die sie sich reinholen, Roboter zum. Das heißt, sie sind auf ganzer Linie interessiert daran, sich Entlastung reinzuholen durch Fachexperten so so wie mich, so wie dich. Und dann gibt es die die so gar nicht, an die ich so gar nicht rankomme. Das heißt, die wollen so gar nicht mit mir zu tun haben, wo ich dann eben auch sehe in den Bewertungen, na ja, das braucht nicht mehr lange, dann wird das einknicken die Qualität und dann kommt die nächste Renovierung.
Denise GruDas gibt es auch. Und dann gibt es natürlich die in der Mitte, die Grauzone, die's ja eigentlich eben auch nicht gibt. Hier gibt es sie schon und das ist das Potenzial, wo ich sehe, na ja, da müssen wir noch mal schauen, dass die Wertschätzung und auch die Einschätzung der Wichtigkeit 1 funktionierenden anerkannt wird. Und das geht nur durch Sichtbarkeit, durch Wahrnehmung, durch all das, was wir inzwischen von uns geben, ob das jetzt auf öffentlichen Foren ist, so wie hier auf Events wie die Housekeeping Convention demnächst in Düsseldorf. Oder eben Pressemitteilungen. Oder teils eben auch Zusammenarbeit der Hoteliers mit Housekeeping Experten und Expertin. Ich denke, in den letzten 15 Jahren hat sich da doch eine Menge getan.
Denise GruUnd die Sichtbarkeit des Housekeepings wird immer besser.
30:57Was kann ich dafür tun, dass ich das Team entwickeln kann und entfalten kann?
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the Future of HospitalityJa, absolut. Da bin ich ganz deiner Meinung und wenn man manchmal nicht eben, ne, wenn man sieht, man hat Potenzial im Team und die möchten machen und die die wollen das gut machen, ist dann die nächste Frage, ich als Führungskraft oder als Hotelmanager, General Manager, was kann ich tun mit einem motivierten Team, das wirklich Potenzial hat und ich will ja auch als Hotelmanager meine Zimmer sauber präsentieren. Was kann ich dafür tun, dass ich das Team entwickeln kann und entfalten kann? Und Du hast schon gesagt, selbst mit anpacken, vielleicht Trainings geben. Was könnte eine Führungskraft noch tun aus deiner Sicht? Genau. Ich finde, Entwicklungsgespräche
Denise Grusind sehr, sehr wichtig und dafür muss er natürlich genau wissen, was jeder tut, dann eben auch zu erkennen, denn oftmals ist es ja so, Housekeeping ist sehr anstrengend. Jeden Tag Betten machen, jeden Tag saugen. Jeder, der weiß, jeder, der irgendwie zu Hause auch mal saugt und auch größere Flächen saugt, der sieht oder der merkt, wie anstrengend das ist. Es ist tatsächlich, man mag es nicht glauben, die Zimmer können sehr klein sind sein. Dadurch wird's nicht leichter. Im Gegenteil, auf Hochbetten zu klettern wie Äffchen oder sich unter die Betten zu knien, die grad mal so hoch sind, dass man grade noch drunter gucken kann, aber letztendlich kann man noch drunter gucken und Schmutz drunter verstecken.
Denise GruDas sind alles körperlich anstrengende Arbeiten. Da ist es teils eben auch, ich glaube, sehr intelligente mal zu hinterfragen, okay, was könntest Du denn vielleicht außer dem Housekeeping noch bei uns im Hotel tun? Vielleicht wär's ja interessant oder wenn da ein Potenzial ist, komm doch mal in die Rezi. Komm doch einfach mal in die Küche. Vielleicht auch in die Spülküche. Oder in einem der Hotels, wo ich war und auch 6 Jahre tatsächlich die längste Zeit, die ich in einem Hotel mich beschäftigen konnte. Da war es so, dass wir teils Mitarbeitende hatten, die 3, 4 Rollen besetzten. Mhm. Und dadurch natürlich die Attraktivität des Hotelwesens auch nach außen darstellen konnten. Nicht nur, weil die Gäste gesehen haben, Mensch, guck mal, die ist da, da und da. Das war eine runde Sache hier. Gibt man gut miteinander. Da kam ich alles selbst da, haben wir den Mehrwert gespürt.
Denise GruEs kommt heut wirklich darauf an, inwiefern ein Manager in der Lage ist, das Potenzial seiner Mitarbeitenden zu betrachten, zu beachten und dann auch noch zu fördern. Und ob er das will, auch da ist die Einstellung letztendlich entscheidend. Die Erfahrung zeigt, dass es Vorgesetzte gibt, die sehr gerne ausbremsen. Wie's auch Vorgesetzte gibt, die total darin interessiert sind, dass das Team sich stetig weiterentwickelt. Weiterentwickeln kostet Energie, Nerven, Zeit, natürlich teils auch Geld und echtes Interesse. Ausbremsen letztendlich ist, ich will nicht sagen, die die schlimmere Variante, aber es ist tatsächlich da, wo das Potenzial dann irgendwo vernachlässigt wird und schlimmstenfalls der Mitarbeitende sich dazu entscheidet, sich ein neues Unternehmen zu suchen. So. Es ist nicht immer nur entweder oder schwarz weiß. Ich bin tatsächlich 'n bisschen schwarz weiß.
Denise GruLetztendlich geht's doch darum, dass sich Mitarbeitende und Management so miteinander aufstellen, dass sie letztendlich das, was sie umsetzen wollen, gemeinsam auch mit schaffen. Und das so so selbstbewusst, so stolz, so gesund, wie es nur geht. Mhm. Jawoll.
the Future of HospitalityJa.
Denise GruJa, da haben Sie jetzt eine Ja,
the Future of Hospitalityja. Ja, definitiv. Also ist auch am allerwichtigsten. Training und Weiterentwicklung braucht immer Zeit und da wird in manchen Hotels immer wenig Aufmerksamkeit geschenkt, in anderen mehr, in anderen weniger. Aber definitiv glaube ich auch persönlich, dass es der Schlüssel ist, einen Mitarbeiter a lange zu halten, dass er Spaß bei der Sache hat, wenn er auch selber merkt, er kann sich weiterentwickeln. Er lernt immer was Neues, es wird nicht langweilig. Klar, die Arbeit muss auch gemacht werden, aber ne, einfach für sich persönlich, für sein Selbstwertgefühl auch. Und jetzt hast Du 'n bisschen die die Führungsseite, was kann eine Führungskraft dafür tun Und was kann vielleicht auch deiner Meinung nach ein 1 Mitarbeiter selbst, wie kann er seine Selbstmotivation durch Anerkennung oder im stressigen Alltag erlangen?
Denise GruJa, ich erleb das viel. Also nicht nur bei den Schulungen, Trainings, den ich dabei bin, auch in den eigenen Teams, die ich halt geführt habe. Es sind immer Mitarbeitende dabei, die sich sofort, ich will schon sagen, bekannt machen bei dir. Sie kommen auf dich zu. Ich hab das ganz oft, die stellvertretenen Hausgaben tatsächlich in Hotels, wo ich dann die Hausdamenrolle übernehme. Die sind oftmals schon ganz lange da. Und ich hab da, ich bin halt immer megadankbar für die Leute, die schon lange im Team sind, weil die in der Regel wissen, warum in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen worden sind, wenn sie's denn wissen. Zumindest können sie mir erklären, was halt was halt war.
Denise GruDenn in der Regel kommt man auf eine neue eine neue Position und keiner weiß Bescheid und es ist auch tatsächlich nichts dokumentiert. Das heißt Fachwissen, was nicht dokumentiert wird, geht mit jedem Mitarbeitenden irgendwie so. Und neben den stellvertretenden Haustagen kann es jeder einzelne Mitarbeiter sein. Ich sehe es halt, wenn ich mit den Mitarbeitenden spreche, rede, wie sie ihre Arbeit verstehen. Wenn ich hinterfrage, was hast Du denn heute gemacht und wie ist das funktioniert? Guck mal, Du hattest heute 15 abreißen. Du warst relativ schnell fertig im Vergleich zu den anderen. Erzähl mal, wie war dein Ablauf? Wie hast Du das gemacht? Tatsächlich kommt dann auch raus, ich kenne die Teams ja dann oft grade sehr kurz, dass die einen vielleicht dann dreimal rauchen gegangen sind. Die andere hat gesagt, nee, ich muss meine Tochter 14 Uhr 30 abholen. Ich hab hier 'n bisschen Schub und dran geht's. So, das heißt, die Selbstmotivation oder der Selbstmotivationationslevel wird schnell sichtbar, wenn ich es denn nun sehen möchte. Und da kann ich ja ansetzen und hinterfragen, warum ist das so? Und ich hab oft festgestellt, dass wenn ich mich interessiere, so ist es ja nun, wenn ich in ein Team komme, jedem Einzel mal ins Gesicht geschaut habe und hinterfragen, ja, warum bist Du hier? Warum bist Du an dich hier? Und ich die Ecke.
Denise GruWenn ich dann eine Antwort bekomme und der mir sagt, na ja, weißt Du, eigentlich hat meine Mutter hier schon gearbeitet und ich hab immer den Eindruck gehabt, dass sie sich wohlfühlte, deswegen bin ich jetzt auch hier. Oder ich mach jetzt erst mal eine Lehre und ich möcht erst mal hier ins Zeug kommen und wissen, was das bedeutet auf diesem in im Housekeeping zu arbeiten. Und dann schaue ich, wie ich mich später entscheide. Oder aber es ist eine Kollegin aus der Ukraine, die sagt, weißt Du, grad habe ich nicht so die richtige Wahl. Ich muss jetzt erst mal die Sprache sprechen. Ich find's toll, wie uns wie ihr uns hier unterstützt.
Denise GruOder wenn es aber Leute sind, die so ich ganz klar sehe, pass mal auf, es hat gar keinen Zweck hier mit dir, weil irgendwie seh ich, dass Du dass Du es nicht verstehst. Das ist gar keine Bewertung, aber ich sehe, Du Du Du hast das Verständnis nicht dafür, was es bedeutet, mit dem mit dem mit dem Staubsauger hier die Ecken zu zu reinigen. Machen wir doch was anders. Wie sieht's denn aus zum Beispiel mit Fenster putzen? So, das sind so Sachen, ja. Das heißt, jedes Mal, wenn ein Mitarbeitende sich öffnet und das ist schon ganz wichtig, selbst wenn er mit dem Rücken zu mir steht und mir kennt dich mal, pass auf, sprich mich nicht an, dass er weiß, das geht nicht.
Denise GruDas geht hier nicht. Wir sind keine Einzelkämpfer. Grade im Hausgehen, grad ich glaub, im Hotelwesen geht nichts alleine und das macht die Sache so so glücklich. Wir müssen alle mit anpacken, damit am Ende alles so ist, wie der Gast es sich vorstellt, beziehungsweise wie wir's im Gastversprechen unterschrieben haben. Mhm. Und das ist 'n Selbstläufer. Wenn jemand da nicht mithält, der läuft allein, der kann nicht alleine laufen. Das heißt, würde später wird er auffallen. Und dann ist am besten präventiv das Gespräch sofort wichtig. Selbst wenn er noch in der Einarbeitungszeit ist und zerstört stehen, bist Du denn eigentlich richtig hier? Vorher weiß man's nicht. Man muss, man sollte schon die Erfahrung gewinnen, nachher dann zu überlegen, bin ich richtig?
Denise GruSo, das ist meine Erfahrung. So hab ich's in der Vergangenheit und mach ich's in der Gegenwart heute mehr mit als Dienstleister, aber das Verhältnis ist ähnlich, wobei ich natürlich nicht weisungsbefugt bin, sondern einfach nur empfehlend.
the Future of HospitalityJa, und manchmal ist ja auch 'n Auge von außen dann auch noch mal was ganz anderes und sieht die Dinge noch mal von 'ner anderen Perspektive und... Genau, aber find ich gut, auch einfach vom Mitarbeiter 'n bisschen die Stärken erkennen, wie Du gesagt hast, wenn wenn's hier nicht passt, vielleicht Fenster putzen, wenn man die Mitarbeiter son bisschen nach ihren Stärken einsetzt, dann dann ist auch die die Chance, denke ich, höher, dass sie da langfristig gute Arbeit machen und sich wohlfühlen
Denise Gruauch. Mhm. Zu erkennen, wer ist gut in der Routine? Wer fühlt sich wohl? Sicher in der Routine, kein Thema. Und andere, die ständig vielleicht nach Abwechslung schauen. Das zu erkennen, ein Team ist ja wie wie ein wie ein Puzzle irgendwo. Wenn die Teile stimmen, läuft's rund. Wenn die Teile, wie soll's dann rundlaufen? Und ich denke, das ist Auftrag an jede an jede Person, die letztendlich 1 1 1 Team führen möchte oder soll oder will. Und tatsächlich auch an die Mitarbeitenden den Auftrag, bitte gib laut. Wenn man dich fragt, bitte sag, sag, wie's ist, dass das nicht immer leicht ist, das wissen wir. Ich hab zum Beispiel in einem Hotel, wo ich auch nicht wusste, wie der Hase läuft, 60, Führung Mitarbeitergespräch gemacht. Ganz kurz, 3 Fragen.
Denise GruWie geht's dir? Was was findest Du nicht so gut? Was würdest Du sofort abstellen, wenn Du's könntest? Immer Sechsaugen Gespräch mit mir selber, dem dem Mitarbeitenden und jemanden aus dem PR oder aus dem Geschäftsführer aus dem Managementbereich, sodass wir zumindest gefragt haben. Denn wer nicht fragt, ne, da eine Antwort zu bekommen.
the Future of HospitalityJa. Dann spielt Kommunikation auf jeden Fall auch eine wichtige Rolle innerhalb des Teams. Ja.
Denise GruRichtig. Und ob das Haltung ist, ob das, ne, nonverbal ist durch die Art und Weise, wie man miteinander umgeht, ja. Oftmals auch, ich will schon sagen, ein Blick, ein echter Blick, ja. Nicht weggucken, sondern hingucken. Das sind so Dinge, mit denen ich sehr gut Erfahrungen gemacht habe. Und dann auch sich eigene Fehler eingestehen. Ist doch klar. Ich meine, wir kommen, wir wachsen. Ich ich will nicht sagen, Du musst jeden Fehler dreimal machen. Nein, bloß nicht. Aber es ist tatsächlich so, wer einen Fehler macht, der der der den Fehler macht, ärgert sich wahrscheinlich am meisten. Und das muss ja nicht noch verschlimmert werden, indem dann der Nächste kommt und sagt, hört man auf, das war aber gar nicht gut, sondern wirklich zu schauen, okay, das hat jetzt echt wehgetan, wie verhindern wir das? Ja, und dann auch darüber nachzudenken und das anzu anzuturnen.
Denise GruUnd dann vielleicht täglich zu sagen, okay, hier, das ist uns aufgefallen. Schauen wir mal, welche welche Gegenaktion ist da notwendig? Welchen Plan b brauchen wir da, das zu vermeiden und tatsächlich auch an Kraft und Energie zu sparen? Ja. Also bisher kein
the Future of HospitalityDanke Denise. Wir sind jetzt auch schon am Ende fast angekommen. Jetzt interessiert mich natürlich noch, was Du denkst, wie sich vielleicht die Zukunft des Housekeepings in den nächsten 5 bis 10 Jahren, was wird sich verändern, was sollte sich vielleicht verändern? Was glaubst Du?
Denise GruAlso ich sehe es so, dass wir uns sehr gut entwickeln. A, gibt es ständig neue Hotelzimmer, die auf den Markt kommen. Dafür muss man nur in die Presse schauen. Ich hab den Eindruck, die schießen wie die Pilze ausm Boden. Das heißt, die Arbeit arbeiten wir genug. Es der der Markt wird nie aushungern. Das heißt, wir brauchen tatsächlich immer wieder Mensch, die diese Arbeit tun. Dass da es nicht so ganz einfach ist, diese Menschen immer wieder zu ersetzen, haben wir die geeignete Grundlage, endlich Menschen intelligent zu binden. Und zwar so zu binden, dass sie sich binden lassen möchten. Das heißt, die Haltung, die Wertschätzung, dass Werte oder das Wert oder Werte tatsächlich eben auch zu leben und nicht sich nicht nur auf die Internetseite zu schreiben, das wird für mich tatsächlich der ist der Hebel sein, der am meisten wirken wird.
Denise GruDie Haltung miteinander, Vorbildverhalten, Basics klarmachen, wie wollen wir miteinander umgehen? Und dann natürlich die Unterstützung durch durch Maschinen. Ob es jetzt Roboter sind, ob es die Digitalisierung ist. Ich selber war bisschen bestürzt, als ich feststellte, boah, das das gibt's hier. Dies diesen Roboter gibt es schon seit 10 Jahren. Da hab ich schon etwas von gehört. Oder oder die Dampfreinigung. Na ja, klar, das wissen wir alle, da haben wir alle mit angefangen, aber dass sich das so durchsetzt, ja. Das sind Dinge, die jetzt reif sind. Ich denke, man sollte es einfach ausprobieren im House gibt und hab nur immer die Möglichkeit, auf der einen Etage einen neuen Roboter auszuprobieren, auf der anderen herkömmlich weiterzumachen und dann nachher die Erfahrungswerte mal zu betrachten.
Denise GruUnd sich auch zu hinterfragen, wo fühlen wir uns denn besser? Was hat uns das gebracht? Ein schönes Beispiel in 'nem Hotel, wo ich in der Nachtschicht in den Tagungsräumen Saugroboter eingesetzt habe. Das ist jetzt schon 6 Jahre her, das war 20 19. Zusammen mit dem mit der Nachtschicht entschieden hatte, wir machen das jetzt eine Woche, die Ergebnisse ausgewertet haben und dann tatsächlich das Team entschieden hat, nee, das wollen wir jetzt noch nicht so. Das war halt noch 'n bisschen früh, aber ich denke, das waren Vorreiter und jetzt ist es soweit. Wir sollten es einfach ausprobieren, keine Angst davor haben Und dann natürlich auch mit uns ins ins ins Gehör gehen und sagen, okay, die Ausstellung der Teams, gerne Interim Management annehmen, gerne externe Hilfen auch aus annehmen. Warum nicht externen Dienstleister und eigenes Team zusammenbringen, tatsächlich immer, wie sagt bei einem Back-up zu haben durch 'n Externen oder vielleicht auch 2 externe Dienstleister, den externen Dienstleistern dabei zu helfen, die Qualität, die nun mal in einem in einem Hotel notwendig ist, mit zu zu leisten, ja, durch Schulung, durch Trainings, durch Hinterfragen, durch Arbeiten Schulter an Schulter. Dazu gehören eben auch externe Dienstleistungsteams mit ins eigene Team zu integrieren, vielleicht ein Frühstück zusammen, solche Dinge. Das heißt, es braucht Haltung, es braucht Werteverständnis, es braucht Basics, Fachkenntnis, intensivst, denn da hat Megapotenzial in den letzten Hotels, die ich gecheckt habe, war alles vorhanden, bis tatsächlich auf ein fehlen, auf die fehlende Haltung, auf das Vorbildverhalten.
Denise GruDas heißt, wo mehr übereinander als miteinander gesprochen wurde. Und tatsächlich die Fachkenntnis, wie die ganzen tollen Maschinen, die sie da hatten und Reinigungsmittel anwenden. Das heißt, da sind Menschen, die zwar da sind, aber teils ineffizient, weil sie das falsche Reinigungsmittel nehmen oder weil sie tatsächlich gar kein Reinigungsmittel nehmen oder tatsächlich einen Klolack, den Föhn versuchen zu reinigen. Das sind so Dinge, wo ich sage, da können wir ansetzen, das ist die Zukunft. Mhm. Mensch.
the Future of HospitalitySo, auf jeden Fall werden wir noch nicht ersetzt durch die Roboter und durch die Tools. Absolut. Aber es ist ja Eigentlich, wenn man sich Unterstützung, also ne, wenn man einfach Unterstützung bekommt, die und die harte Arbeit vielleicht dadurch etwas erleichtert wird.
Denise GruAbsolut. Ich war jetzt kürzlich auf 'ner Messe hier. Das war total klasse. 40 Austeller von Robotern. Also alles, was wir so kennen, eben Reinigungsdienstleister, Reinigungsmittel, Seifen, Möbel, Betten, alles war da und wir waren einstimmig. Wir haben ein Superpotenzial. Wir haben genug Arbeit. Es geht tatsächlich unsere Haltung, unsere das, was wir wirklich erreichen möchten, das klar zu definieren und an dem Ärmel hochzukrempeln und an zu anzupassen. Ich selber bin da ganz klein, ganz kleines Rädchen. Ich bewundere die Hotels, die seit Jahr und Tag da zur Stelle sind. Ich bin in Mecklenburg Vorpommern. Wir sind tatsächlich unter den ersten unter den erstbesten Bundesländern in der in der Belegung 20 24 für knapp 1500000 Einwohner in unserem Bundesgebiet. Das das ist echt eine Leistung.
Denise GruUnd ich seh das hier jeden Tag und bin nach wie vor ja, von der Leidenschaft. Ich brenne wirklich dafür zu unterstützen.
the Future of HospitalityJa, schön. Danke Denise. Also hat wirklich Spaß gemacht heute mit dir. Ja. Ich glaub, die Hotels konnten sich auch wirklich viele einsichten und viele Tipps mitnehmen. Ich auch. Also auch viele Das war okay. Noch nicht gewusst habe, aber ja, war schon immer wichtig, wird glaub ich immer wichtiger jetzt in der Zukunft und danke, danke, dass Du da warst und
Denise GruDanke, danke dir.
the Future of HospitalityDanke Denise.

















